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Meinen RS3 mit ABT Software und Upgrade Ladeluftkühler habe ich bei der AMAG in Kriens im Jahre 2017 gekauft mit ca 5'000 km. Nach etwa 5 Monaten bemerkte ich beim Durchbeschleunigen eine kurze Verzögerung bei etwa 5000 Umdrehungen. Ich habe mir nichts dabei gedacht und ging meinem Leben nach. Jedoch wurde dieses Problem immer prominenter. Der Punkt, an dem ich dann zum ersten Mal eine Garage aufgesucht habe war, als beim Durchbeschleunigen die Leistung komplett eingesackt ist und man das Gefühl hatte, als ob man eine Vollbremsung als nichts alhnender Beifahrer miterlebt hat. Die AMAG hat "irgendetwas" gemacht, da der Wagen noch unter Garantie stand. Danach ging es eine kurze Zeit besser. Das Problem war, dass ich dazumals noch nicht wusste, dass das Problem nur beim halbvollen Tank (oder weniger) auftrat.

Nun denn, zweite Garage um Rat gefragt. Da wurde mir gesagt, dass nichts gemacht wird wenn eine Software aufgespielt ist. Garantie und so. Naja, händeringend habe ich dann zugestimmt und die Software entfernen lassen. Das  Auspielen des Original Softwarestandes der AMAG hat leider nicht so richtig geklappt. Dazu später mehr. Nachdem die originale Software nun aufgespielt war, konnte die Suche beginnen. Obschon ich Logfahrten gemacht habe, wurde darauf bestanden, dass man selber mit eigenen Mitteln nach dem Fehler schaut. Gut, 800 Franken und zwei Stunden Logfahrt später wurde nichts gemacht. Ich durfte für 800 Franken meinen nicht reparierten Wagen, der nun ohne Software da stand wieder in Empfang nehmen.

Dritter Versuch. Nach etlichen Recherchen im Netz und ellen langen Forumsdiskussionen wurden dann ein paar Problemfelder erkannt. Namentlich Nieder und Hochdrucksensoren, Hochdruckpumpe, Intankpumpe, Benzinfilter... Ausser der Hochdruckpumpe habe ich alles gewechselt. Alles ohne Erfolg. Ich dachte, mit dem Wechsel der Niederdruckpumpe würde das Problem gelöst. Leider nicht.

Im Jahre 2020 angekommen, wurde ich auf eine Firma in Hirz-Maulsbach in Deutschland aufmerksam. Der Name RedHead Zylinderkopftechnik. Ich folgte deren Youtube Kanal schon länger, denn die Kollegen sind sehr fachkundig was das Suchen von komplizierten Fehlern angeht. Daraufhin entschloss ich mich, einen Termin zu vereinbahren. Da wir noch mitten in der Corona Krise steckten, bekam ich einen Termin erst im April 2021. Nun gut, warten lohnt sich, sagt ein Sprichwort. In diesem Fall hat sich das bewahrheitet. Nach einer 550km weiten Fahrt über schön offene Autobahnen und Hochgeschwindigkeitsfahrten, habe ich den Wagen im malerischen Städtchen Hirz-Maulsbach abgeliefert. Nach intensiver Suche, Versuchsaufbauten und Motorencheck, wurde das Problem gefunden. Der Filter in der Intankpumpe war zu feinmaschig. Es scheint, als lässt er zu wenig Benzin durch bei Vollast unter bestimmten Bedingungen. Die Pumpe fordert mehr Kraftstoff als angesogen werden kann.

Die Lösung des Problems war, den Filter zu entfernen. Dadurch wurde das Problem komplett gelöst! Natürlich kann man sich jetzt darüber streiten, dass der Filter einen Sinn hat, und zwar, dass die Pumpe geschützt wird. Jedoch ist der Tank mit hochwertigem Benzin sauber und nahezu Partikelfrei. Was man jetzt noch machen könnte wäre, eine Upgrade Pumpe zu verbauen, die der originalen hilft, Kraftstoff zu fördern. Dazu gibt es verschiedene Firmen, die Kits anbieten. Z.b. Bartek in Deutschland. Teilweise bieten Sie sogar ganze Schlingertöpfe mit verbauter Upgrade Pumpe an, die man dann fast Plug and Play auswechseln kann.

 

Und hier noch das Video von den Jungs von RedHead zur Analyse und Problemlösung: